Heimatpreise im Kreis Soest

Ohne Ehrenamt geht's nicht - das merken wir fast täglich und das wissen auch die Städte und Gemeinden im Kreis Soest. Deswegen schreiben viele von ihnen aktuell wieder den Heimatpreis aus.

Gabriele Wilpers aus Geseke wurde 2023 mit dem Heimatpreis ausgezeichnet.
© Hellweg Radio

Auszeichnung fürs Ehrenamt im Kreis Soest

Vor einigen Jahren hat das Land NRW den sogenannten Heimatpreis ins Leben gerufen, um das Ehrenamt in den Dörfern, Gemeinden und Städten zu stärken. Aktuell ploppen die jeweiligen Ausschreibungen aus den Städten und Gemeinden im Kreis Soest für die Heimatpreise nach und nach wieder auf. Bewerben können sich Vereine, Institutionen oder Gruppen, die sich ehrenamtlich in ihrem Ort engagieren. Die sind wichtig, heißt es zum Beispiel von Werls Stadtsprecher Dirk Sodenkamp:

"Eine Stadt wie Werl funktioniert nur mit Ehrenamtlichen. Wir könnten als Stadtverwaltung gar nicht die Leistungen und die Angebote alle erbringen, die über das Ehrenamt möglich gemacht werden."

Viele Vereine organisieren zum Beispiel Osterfeuer, Sportangebote, Feste oder Projekte zum Umweltschutz in ihrem Ort.

Bewerbungskriterien für den Heimatpreis im Kreis Soest

Eins der wichtigsten Kriterien für Projekte, die sich für den Heimatpreis bewerben wollen, ist natürlich der Bezug zur Heimat. Es gibt aber noch weitere Kriterien:

Das Engagement/ Projekt...

  • fördert die Heimatkunde oder die Heimatpflege,
  • ist als Projekt oder laufendes Engagement bereits umgesetzt,
  • ist in der Stadt Werl verortet,
  • ist gemeinnützig,
  • stärkt den Zusammenhalt in der Kommune
  • Begeisterung für lokale Besonderheiten
  • ist allgemein zugänglich, nachhaltig und im Gemeindegebiet abgeschlossen oder umsetzungsreif geplant

Bewerben können sich Vereine, Initiativen oder auch Arbeitskreise. Zu gewinnen gibt es bis zu 5.000 Euro Preisgeld, das in den meisten Kommunen unter den ersten drei Plätzen aufgeteilt wird.

Heimatpreis im Kreis Soest: Gewinner aus dem letzten Jahr

In Geseke wurde vergangenes Jahr zum Beispiel das "Kulturfenster am Hellweg" ausgezeichnet. Ein Atelier von Gabriele Wilpers und ihrem Ehemann. Hier werden Ausstellungen gezeigt, die immer einen Bezug zu Geseke haben. Zum Beispiel zum jüdischen Friedhof, zu den Händen der Geseker oder eine Fotoreihe, die besondere Orte in Geseke mit Einflüssen aus anderen Ländern verbindet. Vor dem "Kulturfenster am Hellweg" wurden außerdem die ersten Stolpersteine der Stadt Geseke verlegt.

"Kulturfenster am Hellweg" in Geseke

In Ense hat der Imkerverein Ense die Jury im letzten Jahr überzeugt und den ersten Platz belegt. In dem Verein tauschen Imkerinnen und Imker sich untereinander aus, unterstützen sich und investieren gemeinsam in wichtige Geräte für die Imkerei. Außerdem setzt der Verein sich aber für den Umweltschutz ein und möchte Menschen zu dem Thema sensibilisieren. Dafür besuchen die Imkerinnen und Imker zum Beispiel auch Schulen und Kindergärten.

Das Bienenvolk von Imkerin Melanie am Möhnesee.
Das Bienenvolk von Imkerin Melanie am Möhnesee.© Hellweg Radio
Das Bienenvolk von Imkerin Melanie am Möhnesee.
© Hellweg Radio

Wo ihr euch für den Heimatpreis bewerben könnt

Die ersten Städte und Gemeinden haben den Heimatpreis 2024 schon ausgeschrieben. Viele weitere werden in den kommenden Wochen folgen. Die entsprechenden Unterlagen findet ihr jeweils auf der Homepage eurer Stadt oder Gemeinde. Hier könnt ihr euch bereits bewerben:

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